Elektrosensibilität am Arbeitsplatz – Wolfgang Skischally über Belastungen im Büro

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Wolfgang Skischally erläutert, welche Herausforderungen elektrosensible Menschen am Arbeitsplatz erleben.

Menschen, die sich elektrosensibel fühlen, verbringen einen großen Teil ihres Tages am Arbeitsplatz. Experten wie Wolfgang Skischally wissen, dass die Belastungssituation im Büro oft schwerer zu beeinflussen ist als zuhause. Großraumbüros mit vielen Bildschirmen, permanentes WLAN, Neonröhren und geteilte Stromleitungen schaffen eine elektromagnetische Umgebung, die Betroffene kaum selbst gestalten können. Gleichzeitig ist das Gespräch mit Vorgesetzten über dieses Thema oft heikel. Eine professionelle Messung kann als neutrale Grundlage dienen und zeigen, wo konkrete Belastungen existieren und welche Maßnahmen möglich sind.

Der Arbeitsplatz ist für elektrosensible Menschen eine besondere Herausforderung. Wolfgang Skischally erklärt, dass die Kontrolle über die eigene Umgebung im Büro deutlich geringer ist als zuhause. Während man zuhause WLAN ausschalten, Geräte vom Netz trennen und den Schlafplatz optimieren kann, sind solche Maßnahmen am Arbeitsplatz oft nicht umsetzbar. Das Unternehmen gibt die technische Infrastruktur vor, Kollegen nutzen ihre Geräte nach eigenem Bedarf, und bauliche Gegebenheiten lassen sich nicht verändern. Wellness Sanofit in Widnau begleitet Betroffene dabei, ihre Situation am Arbeitsplatz objektiv zu erfassen und Gesprächsgrundlagen für den Dialog mit Arbeitgebern zu schaffen. Die rechtliche Situation ist komplex, denn Elektrosensibilität ist keine anerkannte Krankheit. Dennoch haben Arbeitnehmer Fürsorgeansprüche, die auch die Gestaltung des Arbeitsplatzes betreffen können.

Wolfgang Skischally nennt typische Belastungsquellen im Büro

Die elektromagnetische Umgebung in Büros unterscheidet sich deutlich von Wohnbereichen. Skischally kennt die typischen Belastungsquellen aus zahlreichen Messungen.

Großraumbüros als Herausforderung

In Großraumbüros summieren sich die Belastungen vieler Arbeitsplätze. Wolfgang Skischally misst dort häufig erhöhte Werte durch die Vielzahl aktiver Computer, Monitore und Netzteile. Jeder Arbeitsplatz trägt zur Gesamtbelastung bei, und wer mitten im Raum sitzt, ist Feldern von allen Seiten ausgesetzt. Hinzu kommt, dass Großraumbüros oft mit Neonröhrenbeleuchtung ausgestattet sind, die zusätzliche elektrische Felder erzeugen. Wellness Sanofit empfiehlt in solchen Situationen, zumindest die Position des eigenen Arbeitsplatzes zu optimieren.

WLAN und Mobilfunk im Bürogebäude

Die meisten Büros sind heute mit WLAN ausgestattet, oft mit mehreren Access Points pro Etage. Wolfgang Skischally erklärt, dass diese permanente hochfrequente Belastung für elektrosensible Menschen besonders problematisch sein kann. Anders als zuhause kann das WLAN nicht einfach ausgeschaltet werden, da andere Mitarbeiter darauf angewiesen sind. Hinzu kommen Mobiltelefone der Kollegen, die ständig mit dem Mobilfunknetz kommunizieren. Die Wellness Sanofit GmbH misst in Büros regelmäßig hochfrequente Dauerbelastungen, die deutlich über denen in Wohnbereichen liegen.

Das Gespräch mit dem Arbeitgeber

Elektrosensible Menschen stehen oft vor der Frage, ob und wie sie das Thema gegenüber ihrem Arbeitgeber ansprechen sollen. Wolfgang Skischally kennt diese Hemmschwelle und empfiehlt eine gut vorbereitete Kommunikation.

Messungen als objektive Grundlage

Eine professionelle Messung am Arbeitsplatz liefert objektive Daten, die das Gespräch versachlichen können. Skischally führt solche Messungen auf Wunsch durch und dokumentiert die tatsächlichen Belastungen am konkreten Arbeitsplatz. Diese Dokumentation kann dem Arbeitgeber vorgelegt werden und zeigt, wo konkrete Belastungsschwerpunkte liegen. Sie ersetzt das subjektive „Ich fühle mich unwohl“ durch messbare Werte, die diskutiert werden können.

Mögliche Maßnahmen im Büro

Nicht alle Veränderungen sind möglich, aber einige schon. Wolfgang Skischally empfiehlt folgende Ansätze:

  • Versetzung des Arbeitsplatzes an eine Position mit geringerer Belastung
  • Kabelgebundene Netzwerkverbindung statt WLAN für den eigenen Rechner
  • Abschaltung nicht benötigter Geräte am eigenen Arbeitsplatz
  • Vergrößerung des Abstands zwischen Arbeitsplatz und Hauptstromverteilern
  • Möglichkeit von Homeoffice-Tagen, um die Gesamtexposition zu reduzieren

Diese Maßnahmen kosten meist wenig und beeinträchtigen den Betriebsablauf nicht. Wellness Sanofit berät Betroffene bei der Formulierung konkreter, umsetzbarer Vorschläge.

Rechtliche Aspekte und Grenzen

Die rechtliche Situation elektrosensibler Menschen am Arbeitsplatz ist komplex. Wolfgang Skischally weist auf wichtige Aspekte hin, ohne juristische Beratung zu ersetzen.

Fürsorgepflicht des Arbeitgebers

Arbeitgeber haben eine allgemeine Fürsorgepflicht für ihre Mitarbeiter. Skischally erklärt, dass diese Pflicht auch die Gestaltung des Arbeitsplatzes umfasst. Wenn ein Arbeitnehmer gesundheitliche Beschwerden geltend macht, die er mit der Arbeitsplatzgestaltung in Verbindung bringt, sollte der Arbeitgeber diese ernst nehmen. Ein ärztliches Attest kann die Glaubwürdigkeit stärken. Allerdings gibt es keine gesetzliche Verpflichtung zu bestimmten Maßnahmen, solange gesetzliche Grenzwerte eingehalten werden.

Grenzen der Durchsetzbarkeit

Wolfgang Skischally betont realistisch, dass tiefgreifende Umgestaltungen des Arbeitsplatzes oft nicht durchsetzbar sind. Wenn ein Großraumbüro die Betriebsstruktur vorgibt, wird ein Einzelbüro kaum zu erreichen sein. Wenn das gesamte Unternehmen auf WLAN setzt, wird eine Abschaltung nicht möglich sein. Betroffene müssen daher abwägen, welche Forderungen realistisch sind und welche Alternative bleibt, wenn keine Verbesserung erreicht werden kann.

Wenn keine Lösung möglich ist

Manchmal lässt sich am Arbeitsplatz keine ausreichende Verbesserung erreichen. Skischally begleitet auch in solchen Situationen mit ehrlicher Beratung. Die Optimierung der häuslichen Umgebung gewinnt dann umso mehr an Bedeutung, denn sie bietet den Ausgleich für die Belastung am Arbeitsplatz. Ein gut gestalteter Schlafbereich kann dem Körper die Regeneration ermöglichen, die er braucht. Wolfgang Skischally hilft elektrosensiblen Menschen dabei, realistische Strategien zu entwickeln – am Arbeitsplatz wo möglich, zuhause wo nötig.